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Verschiedene Arten von Gartenteichen – das sind die Unterschiede

Er ist wie eine private Ruheoase – der eigene Gartenteich. Dieser erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Denn was vor ein paar Jahren eher noch als spießig angesehen wurde ist heute wieder voll im Trend. Dabei gibt es nicht „den Gartenteich“. Verschiedene Größen, Formen und Nutzungsmöglichkeiten eröffnen einen unglaublichen Gestaltungsspielraum. Welche verschiedenen Teiche es gibt und wie Sie einen Gartenteich bauen bzw. einen Gartenteich anlegen, erklären wir Ihnen hier.

Teich anlegen – drei verschiedene Varianten für unterschiedliche Bedürfnisse

Prinzipiell gibt es drei Arten von Gartenteichen: Den Fischteich, den Naturteich und Schwimm- bzw. Badeteich. Der Fischteich wird in den meisten Fällen künstlich angelegt. Wer über einen Fischteich nachdenkt, dem kommt wahrscheinlich als erstes der Begriff „Koiteich“ in den Sinn. Das kommt nicht von ungefähr. Kois sind die beliebtesten Teichfische, aber auch sehr kostenintensiv. Besonders ihre leuchtende und elegante Farbgebung sorgt für Ihre wachsende Verbreitung in deutschen Teichen. Wenn Sie einen Fischteich anlegen möchten, sollten Sie einen strombetriebenen Filter einsetzen – zusätzlich zu den „natürlichen Filtern“, den Pflanzen. Am besten überlegen Sie schon bei der Planung, wie viele Fische sie in dem Teich haben möchten bzw. welche Ausmaße der Teich haben soll. Denn dann können Sie die Größe des Filters daran anpassen. Ein kleiner Gartenteich braucht dementsprechend auch einen kleineren Filter als ein großer.

Aber „natürlich schön“ geht auch ohne Fisch. Bei einem Naturteich steht der natürliche Charakter im Vordergrund. Dieser Teich kommt im Optimalfall ohne Technik aus und die Reinigung des Wassers wird durch die Pflanzen gewährleistet. Damit Sie auch entspannende Stunden am Naturteich genießen können, sollten Sie nach Möglichkeit einen sonnigen Platz für Ihren Teich suchen. Das ist nicht zwingend notwendig, aber natürlich freuen sich auch die Pflanzen über ihre regelmäßige Portion Sonne. Naturteiche und Fischteiche schließen sich natürlich nicht aus. Wenn Sie aber Fische in einem Naturteich aussetzen, sollten Sie sich vorher genau über die Fischart informieren. Unter Umständen können die Fische das Gleichgewicht des Ökosystems gefährden, wenn sie die Pflanzen im Übermaß fressen.

Der Schwimmteich ist die dritte Teichvariante. Auch kommt normalerweise ohne Chemie aus und Filteranlage aus. Wenn Sie einen solchen Teich anlegen möchten, sollten Sie spezielle Pflanzen ansiedeln, die für die natürliche und selbstständige Reinigung des Wassers sorgen. Diese Pflanzen werden meistens am Teichrand angesiedelt, wo die Wassertiefe nur einige Zentimeter beträgt. Für den Schwimmteich gilt das gleiche wie für den Naturteich – wenn Sie Fische integrieren möchten, achten Sie darauf, dass Gleichgewicht aus Pflanzen und Fischen in einem gesunden Maß zu halten. Denn wenn die Pflanzen nicht mehr in der Lage sind, das Wasser zu säubern, wird dieses schnell trüb. Diesem Umstand können Sie natürlich wieder mit einer elektrischen Filteranlage entgegentreten. Das erhöht ab allerdings auch die Unterhaltskosten.

Foto von einem Gartenteich

Drei Materialien mit verschiedenen Vorteilen

Neben den drei Grundarten von Teichen gibt es auch drei grundsätzliche Materialien, die Sie für den Teichbau einsetzen können. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen in den Punkten Anschaffungskosten, Schwierigkeitsgrad des Einbaus und Langlebigkeit. Die günstigste Variante ist es mit einer Folie zu arbeiten. Diese setzt Ihnen auch keine Grenzen, was die Form und Größe angeht. Sie können den Teich individuell an Ihren Garten anpassen. Die Basis für einen Teich aus Folie bietet ein Vlies, das zwischen Folie und Erdboden gelegt wird. Teichfolien gibt es in verschiedenen Stärken: Je dünner, desto günstiger, je stärker, desto stabiler, langlebiger, aber auch teurer. Aber egal, wie dick die Folie ist – sie wird mit den Jahren porös und muss irgendwann getauscht werden. Auch wenn Ihnen prinzipiell bei der Größe und Form keine Grenzen gesetzt sind, stellt ein großer Folienteich auch mehr Arbeit da. Denn je größer und komplexer die Maße, desto schwieriger ist die Verlegung. Und am Ende müssen alle Folienbahnen wasserdicht verschweißt werden.

Wenn Ihnen die individuelle Form nicht ganz so wichtig ist, sondern Sie mehr Wert auf eine leichte Einrichtung und eine lange Lebensdauer legen, können Sie auch einen Teich aus Kunststoff wählen. Der Preis für diese Kunststoffschalen liegen weit auseinander – je nach Größe bzw. Tiefe, Form und Stärke des Materials. Das heißt, dass ein kleiner Gartenteich auch wesentlich günstiger in der Anschaffung ist. Aber das Geld ist gut angelegt. Denn meist gilt auch hier: Je besser und wertiger das Material, desto widerstandsfähiger ist es.

Das dritte Material, das Ihnen zu Auswahl steht ist Beton. Dieses ist natürlich auch das Aufwändigste, wenn Sie Ihren Teich anlegen. Allerdings ist Beton auch die Garantie für eine hohe Lebensdauer des Teiches – vorausgesetzt es wird genau gearbeitet. Er bietet ähnlich viel Gestaltungsspielraum wie der Folienteich. Beton muss auch versiegelt werden, damit er Wasserundurchlässig wird.

Das heißt im Überblick: Entscheiden Sie sich für die individuelle und günstige Variante, ist die Folie das richtige Material für Sie. Legen Sie den Fokus auf eine einfache Einrichtung und haben Sie ein ausreichendes Budget, sollten Sie zu einer fertigen Form aus Kunststoff greifen. Dieser sorgt auch dafür, dass Sie Ihren Teich länger sorgenfrei genießen können. Der Teich aus Beton ist die richtige Wahl, wenn Sie eine langfristige und individuelle Lösung suchen und den Zeitaufwand nicht scheuen. Aber diese Variante ist je nach Größe auch die Teuerste.