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Tipps | Trends > Gartengestaltung

Garten mit Profil: Hanggestaltung mit Gartenmauern

Eine harmonische Gartengestaltung ist oftmals leichter gesagt als getan. Neben grundsätzlichen architektonischen Fragen, nach Wegen, Mauern im Garten, Stufen, der Hanggestaltung und möglichen Wasserflächen, müssen die passenden Pflanzen ausgewählt werden. Dabei ist nicht nur Fantasie nötig, wie der Garten in fünf oder zehn Jahren durch die Vegetation verändert wird, sondern auch botanisches Fachwissen: Welcher Boden ist für die geplanten Pflanzen nötig, wie sieht deren Bewässerung und Düngung aus, um nur einige Fragen zu nennen.

Mit unseren Tipps vermeiden Sie häufige Fehler und zudem erhalten Sie in diesem Ratgeber einige Anregungen, wie Sie Ihren Garten gestalten können.

Nutzen Sie den Gartenplatz optimal: Clevere Hanggestaltung und Gartenmauern 

Wenn Sie Ihren Garten gestalten und zu Ihrem ganz persönlichen Bereich machen wollen, müssen Sie zunächst sich selbst und Ihre Bedürfnisse kennen. Möchten Sie im Garten eher ruhen und sich sonnen oder ihn aktiv zum Sport nutzen? Oftmals soll eine Terrasse oder eine Wasserfläche integriert werden. Daher empfehlen wir die Einteilung von verschiedenen Zonen in Ihrem Garten. Diese können sie durch Gartenmauern oder eine besondere Hanggestaltung herausarbeiten. Beispielsweise lässt sich so eine gemütliche Terrasse mit angeschlossenem Grillplatz  von der Wiese oder Beeten nicht nur optisch trennen. Denken Sie bei Mauern im Garten aber nicht an unüberwindbare Hindernisse, manchmal genügen schon kniehohe Raumtrenner, um dem Garten eine angenehme Struktur zu verleihen. Wenn Sie kein Freund von Gartenmauern sind, kommen Ihnen vielleicht Hochbeete entgegen. Zum einen lockern sie den Garten auf, indem sie eine weitere, visuelle Ebene schaffen und zum anderen lassen sich Früchte oder Gemüse leichter in der erhöhten Position anbauen und ernten.

Beim Garten gestalten kommt es auch immer wieder zu Arealen, die nicht direkt nutzbar sind, weil sie am Hang liegen. Dennoch sollten Sie auch diese Bereiche in Ihre Planungen einbeziehen. Hänge lassen sich hervorragend in einen pflegeleichten Steingarten verwandeln. Wir stellen Ihnen im nächsten Absatz die dafür geeignete Variante vor, den alpinen Steingarten.

Garten in Ebenen teilen mit Gartenmauern
Nutzen Sie Gartenmauern und Beeteinfassung zur Hanggestaltung bei der Gartenplanung. So können Sie Ihren Garten auch bei starken Steigungen optimal nutzen und teilen ihn gleichzeitig in kleine Räume auf.

Der Steingarten in zwei Varianten: Heimisch und Exotisch

Ein Steingarten kann entgegen vieler Meinungen erstaunlich facettenreich und unterschiedlich gestaltet werden. Sie haben grundsätzlich die Wahl zwischen einem alpinen oder einem fernöstlich-japanischen Steingarten. Beide Varianten unterscheiden sich sowohl von den Steinen als auch der jeweiligen Vegetation erheblich voneinander. Egal, wie Sie sich entscheiden sollten, beginnen Sie grundsätzlich immer mit einer genauen Planung des Gartens. Bevor die ersten Pflanzen gesetzt werden, sollten sämtliche Steine und Gartenmauern stehen. Dann haben Sie den perfekten Überblick und können einzelne Gewächse ideal an die Landschaft anpassen. Zur Hanggestaltung eignet sich der alpine Steingarten eher als der japanische, da dieser formal strenger aufgebaut ist und eine ebene Fläche benötigt. Nachfolgend nun die Eigenheiten der vorgestellten Varianten:

Der alpine Steingarten orientiert sich, wie der Name schon sagt, eindeutig an unseren Breiten und simuliert eine möglichst naturnahe Berglandschaft. Dabei gibt es einige goldene Regeln zu beachten: Nutzen Sie lieber mehrere große Steine statt vieler kleiner. So schaffen Sie ein ruhigeres und natürlicheres Landschaftsbild. Achten Sie besonders darauf keine geometrische Ausrichtung der Steine zu legen. Am besten merkt man Ihren gestalterischen Eingriff am Ende gar nicht mehr. Einzelne Steine können auch in die Erde eingegraben werden, wodurch ein noch organischerer Look erzielt wird. Bei der Bepflanzung haben sich Enzian, Veilchen, Lavendel und Thymian bewährt. Polsterstauden sind tiefwachsende Gewächse, die ganze Blütenteppiche bilden und perfekt über kleinere Steine wachsen. Hier bieten sich Blaukissen, Polsterphlox, Pfingstnelke oder die Schleifenblume an.

Ein japanischer Steingarten folgt gewissen formalen und symmetrischen Vorgaben. Dennoch haben Sie erstaunliche, gestalterische Möglichkeiten durch den Einsatz von kleinen Teichen, dezenten Wasserläufen, Brücken, Gartenmauern und Toren.

Japanische Steingärten sind spirituell beseelte Refugien und dienen neben der schönen Landschaftsgestaltung auch als Orte der Stille. Ein solcher Steingarten folgt daher gewissen formalen und symmetrischen Vorgaben. Somit stellt er den Gegenpol zum möglichst naturnahen alpinen Steingarten dar. Dennoch haben Sie erstaunliche, gestalterische Möglichkeiten durch den Einsatz von kleinen Teichen, dezenten Wasserläufen, Brücken, Gartenmauern und Toren. Neben großen Steinen kommen hier auch viele kleinere Steine vor, die mit einem Rechen zu wunderschönen Mustern geformt werden können. Die Vegetation ist deutlich weniger auf blühende Pflanzen ausgerichtet. Stattdessen finden sich im japanischen Steingarten viele akkurat getrimmte Büsche und kleine Bäume. Auch die anspruchsvollen Bonsais sind möglich. Gartenmauern spielen hier übrigens keine Rolle, der Übergang von „wilder“ Natur in den perfekt gepflegten Steingartenbereich ist ein gewollter und spannender Bruch, der nicht abgegrenzt werden soll.