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Tipps | Trends > Gartengestaltung Tipps | Trends

Die neuen Gartentrends 2018

Bereits letztes Jahr haben wir von smarten Grills berichtet, die sich via Bluetooth und der passenden App steuern lassen. Und auch dieses Jahr reist der Trend für die Smart-Garden-Technik nicht ab - und bietet Lösungen vom Rasenmähroboter bis zum smarten Blumentopf. Aber da wo die Technik voranschreitet, gibt es auch immer den Trend zur bodenständigen Handarbeit und Ruheoasen im eigenen Zuhause. Deshalb haben wir auch das Thema "Gärten für die Sinne" genauer beleuchtet und zeigen, warum das Hochbeet wieder hoch im Kurs steht.

Der Garten wird schlauer: smart garden

Digitalisierung ist gerade in aller Munde und erstreckt sich auf alle Lebensbereiche. Dabei macht die Entwicklung auch vor dem heimischen Garten nicht Halt. Und zumindest in diesem Bereich ist die Digitalisierung definitiv mehr Segen als Fluch. Nebenbei bringt sie einige nette Gimmicks für technikbegeisterte Spielkinder mit. Und: Sie spart eine Menge Zeit. Dabei reicht das Angebot an smarten Gartengeräten vom Rasenmäh-Roboter, über die smarte Gartenbeleuchtung bis zum intelligenten Blumentopf. Viele der Ideen sind nicht neu, aber technisch ausgereifter. So gab es den Rasenmäher mit Fernsteuerung schon vor fast 60 Jahren. Seitdem werden die Geräte immer besser.

Denn hat man zu Beginn einmal den Einsatzbereich des Mähroboter abgegrenzt, ist die meiste Arbeit eigentlich schon erledigt. Dafür muss ein Draht um die zu mähende Fläche verlegt werden und ein anderer, der dem Roboter den Weg zurück zur Ladestation weist. Diese können entweder direkt über oder im Boden verlegt werden. Das ist zugegebenermaßen mit einigen Stunden Arbeit verbunden, lohnt sich am Ende doppelt - denn während der Roboter jetzt den abgesteckten Bereich mäht, kann man sich genüsslich mit einem Buch auf die Liege legen und die Sonne genießen.
Ein weiterer Trend der immer mehr Gärten erobert sind Outdoor-Beleuchtungssysteme. Sie können von überall auf der Welt gesteuert werden, natürlich nur mit Smartphone und Internetzugriff. Die Beleuchtung schafft ein stimmungsvolles Ambiente beim abendlichen Glas Wein auf der Terrasse oder bei der nächsten Gartenparty mit Freunden. Und ganz nebenbei schreckt die Möglichkeit eines zeitlich unregelmäßigen Lichteinsatz Einbrecher ab z. B. wenn die Hausherren mal im Urlaub sind.
Aber nicht nur im Garten schreitet die Digitalisierung voran: Auch im Blumentopf und auf der Fensterbank ist jetzt Technik verbaut. Mit Sensoren, die die Bodenfeuchtigkeit, Düngermenge, Temperatur und den Lichteinfall messen, wird ein automatisches Gießsystem angesteuert, das Pflanzen nach Bedarf mit Wasser versorgt. Z. B. wenn man gerade im Urlaub ist oder den Wasserhaushalt nicht im Auge behalten möchte.

Ein Garten für alle Sinne

Bei all der Technik im Garten, verliert dieser nicht seinen Stellenwert als Ruheoase. Und diese Atmosphäre kann sogar aktiv unterstützt werden. Z. B. erlebt der Gartenteich ein echtes Revival. Was vor Jahren noch der Inbegriff des Spießertums war, wird mittlerweile wieder als das wertgeschätzt, was er ist: ein entspannendes Element im eigenen Garten. Denn ein Teich ist mehr als ein einfacher Blickfang. Er kann zum ganz eigenen Ökosystem und zum Zuhause für seltene Tiere und Pflanzen werden. Und auch bei der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Ob symmetrisch angelegt oder mit organischen Formen, ob Zier-, Bade-, Pflanzen- oder Fischteich - viel ist möglich. Und erlaubt ist, was gefällt. Aber der Hingucker im Garten ist auch praktisch, denn z. B. beim Grillen kühlt der Teich die Umgebungstemperatur etwas ab. Und mit der richtigen Beleuchtung schafft er in den Abendstunden ein romantisches Ambiente - ideal also um zu zweit beim beruhigenden Plätschern zu entspannen. Aber nicht nur das Auge und die Ohren können in einem Garten für die Sinne angesprochen werden. Mit den richtigen Blumen erhält man auch ein olfaktorisches Highlight für die Nase. So sehen Schokoladenblume und Zitronensträucher nicht nur schön aus, sondern versprühen gerade im Sommer ihren einzigartigen Duft. Mit dem Einsatz von Lavendel verwandelt sich der Garten in ein kleines Farbenmeer und mit geschlossenen Augen fühlt man sich wie auf einem Feld mitten in der Provence.

Abbildung Gartenteich

Selbstgemachtes schmeckt am Besten - das Hochbeet

Um Pflanzen einen passenden Rahmen zu geben oder auch wohlduftende Kräuter auf dem Balkon selbst anzupflanzen, eignen sich Hochbeete perfekt. Der Vorteil: Wer es selber baut, kann die Maße perfekt an seine Bedürfnisse anpassen und auch kleine Plätze ausnutzen. Auch als Teil einer Abgrenzung der Grundstücksgrenze eignen sie sich. Gemüse wie Tomaten, Gurken oder Möhren lassen sich gut im eigenen Hochbeet anpflanzen - und man muss für den Gemüsenachschub nur in den eigenen Garten gehen. Hinzu kommt, dass durch den Humus Wärme entsteht und die Bodentemperatur von Hochbeeten etwa fünf Grad Celsius höher liegen als Beete auf dem Boden. So kann das Hochbeet bis zu sechs Wochen länger bewirtschaftet werden. Und ganz nebenbei ist auch die Ernte einfacher und rückenschonender.

Fazit:
Smarte Technik hilft unangenehme oder lästige Arbeiten wie Rasenmähen oder die Bewässerung der Pflanzen zu vereinfachen. Gleichzeitig gibt es aber auch einen natürlichen Gegentrend. Das führt dazu, dass das Anpflanzen von eigenem Gemüse oder auch die gezielte Gestaltung des Gartens wieder zum trendigen Selfmade-Projekt mit Prestige wird.