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Das Gartenhaus im Wandel

Von den „alten Schuppen“ die höchstens für das Unterbringen verschiedener Geräte geeignet sind, sind moderne Gartenhäuser meilenweit entfernt. Heute werden Sie nicht selten zu gemütlichen Wohnstätten umgebaut und bieten erstaunlich viel Komfort. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zur Natur, die besonders momentan stark im Trend liegt. Und auch als kleines persönliches und abgeschirmtes Erholungsparadies vom Alltagsstress eignet es sich perfekt. Welche Gründe für und gegen den Bau bzw. Ausbau eines Gartenhäuschens sprechen und worauf Sie vor dem Bau achten sollten, möchten wir Ihnen hier zeigen.

Warum ein Gartenhaus?

Früher waren Gartenhäuser vor allem eins: Stauraum für Gartengeräte, die im Haus oder der Garage keinen Platz fanden. Heute eignet sich das Gartenhaus zum Wohnen. Das liegt auch daran, dass immer mehr finanzielle Mittel und Zeit in den Ausbau und in die Einrichtung des Gartenhaus investiert werden. Kurz: Die Einsatzzwecke und Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältiger geworden. Vom Rückzugsort in der Natur, über den Hobby- und Sportraum bis zum Party-Häuschen, Homeoffice-Platz und Gästezimmer ist alles möglich. Dabei muss das Gartenhäuschen nicht unbedingt im eigenen Garten stehen. Gerade in der Stadt haben die wenigsten Menschen einen großen Garten. Gerade hier macht es Sinn z.B. das eigene Gartenhäuschen am Stadtrand oder im Schrebergarten zum nahegelegenen Zufluchtsort zu machen. 

Wohnen im Gartenhaus

Wer aber mit dem Gedanken spielt in ein solches Gartenhaus einzuziehen und oder wer z. B. ein Gartenhaus zum Wohnen auf dem Grundstück der Eltern bauen möchte, um Miete zu sparen, der sollte sich vorher genau informieren. Denn auch wenn es sich um das eigene Grundstück bzw. das Grundstück von Verwandten oder Freunden handelt, ist ein Bau nicht immer ohne weiteres möglich. Sie sollten sich vorher mit den gesetzlichen Vorschriften und der deutschen Bürokratie auseinandersetzen. Denn mal eben ein Gartenhaus als Wohnsitz umzufunktionieren ist in Deutschland nicht erlaubt. Ob es generell möglich ist, hängt davon ab, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen – und dann auch bekommen. Das ist von Bundesland zu Bundesland bzw. von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Bei Nutzung als Wohnstätte muss Sie auf jeden Fall vorher einen Antrag auf Umnutzung stellen. Denn viele Dinge sind in Deutschland genehmigungspflichtig. Und auch Auflagen zur Dämmung, Feuerschutz und Entwässerung unterliegen den Bauvorschriften. Nicht zuletzt entscheidet der Bebauungsplan der Gemeinde, in der Sie wohnen. Und natürlich brauchen Sie beim Einzug eine feste Adresse mit Hausnummer und Eintrag im Einwohnermeldeamt. Deshalb lautet unser dringender Tipp: Klären Sie Ihr Vorhaben und frühzeitig mit dem Bauamt, ob Sie ein vorhandenes oder zukünftiges Gartenhaus als Wohnort benutzen können.

Ansicht Gartenhaus

Vielseitigkeit eines Gartenhauses

Aber selbst wenn Sie ein Gartenhaus nicht als Wohnstätte nutzen möchten, sondern vorhaben dort nur sporadisch Besucher einzuquartieren, im Sommer zu Entspannen oder ab und an mal eine Party zu feiern – wir empfehlen sich im Vorfeld Gedanken um den Einsatzzweck zu machen. Denn mittlerweile steht Ihnen eine große Auswahl an verschiedensten Bausätzen in zahlreichen Größen, Formen und aus unterschiedlichsten Materialien zur Verfügung. Deshalb sollten Sie sich vor dem Bau entscheiden, was der Haupteinsatzzweck Ihres Gartenhauses sein soll. Die meisten Menschen denken bei Gartenhäusern zwangsläufig an Holzhäuser. Wenn Sie aber primär doch nur Fahrräder oder Gartengeräte darin unterbringen möchten, sollten Sie auch über ein klassisches Gartenhaus aus Kunststoff und ohne Fenster nachdenken. Dieses ist leichter zu pflegen und auch in im Unterhalt günstiger. Generell gilt: Um möglichst lange Spaß an Ihrem Gartenhaus zu haben, sollten Sie auf eine hochwertige Qualität der Materialien setzen, die Witterungen auch langfristig wiederstehen. Aber der praktische Aspekt ist nicht alles. Ein Gartenhaus soll natürlich auch zum eigentlichen Haus passen. Und da ist Holz oft immer noch die erste ästhetische Wahl. Wählen Sie dafür Massivholz, erhalten Sie zusätzlich eine gute Wärmedämmung, falls die Abende doch mal etwas länger werden. 

Fazit: Mittlerweile werden Gartenhäuser für verschiedenste Zwecke genutzt. Vom Abstellraum, über den Rückzugsort im Grünen bis zum Wohnhaus. Egal, wofür Sie ein Gartenhaus nutzen möchten – passen Sie die Wahl von Größe, Material und Ausführungen an den Einsatzzweck an.