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Regenwasser - Gartenbewässerung und mehr

In den letzten Jahrzehnten hat sich viel Umweltbewusstsein entwickelt. Ob Solarenergie, Erdwärme oder Passivhaus, all diese Themen nutzen die Kraft der Natur und sparen auf lange Sicht Geld. Die Nutzung von Niederschlag durch einen Regenwassertank ermöglicht Ihnen interessante Möglichkeiten Wasser zu sparen und Ihren Pflanzen etwas Gutes zu tun. Wir stellen Ihnen hier die beiden grundlegenden Systeme vor.

Schmuddelwetter wird zur Freude -  Gezielte Regenwassernutzung

Zunächst einmal gilt es zu entscheiden, ob der Regenwassertank ober- oder unterirdisch installiert werden soll. Dabei geht es weniger um die Optik, sondern vielmehr um zwei sehr grundlegende Systeme: Die einfachere Version stellt zweifellos ein oberirdischer Regenwassertank dar. Diesen gibt es in verschiedenen Größen und dekorativen Formen. Teilweise können Sie darauf sogar Pflanzen anbauen. Der Tank wird direkt an das Fallrohr, das das Regenwasser vom Dach befördert, angeschlossen. Ein Filter reinigt das Wasser vor grobem Schmutz. Keine Sorge, es gibt einen Überlaufschutz, so dass überschüssiges Wasser einfach zurück in das Fallrohr läuft. Diese Form der Regenwassernutzung ist ideal zur Gartenbewässerung geeignet. Sie zapfen einfach mit Ihrer Gießkanne die gewünschte Menge an Regenwasser. Im Winter müssen Sie den Tank allerdings komplett leeren und die Wasserzufuhr stoppen. Überirdische Regenwassertanks bestehen aus Plastik und sind somit den Spannungen gefrierenden Wassers gegenüber anfällig. Sie erhalten Tanks ab einem Volumen von circa 200 Litern. Nach oben setzt wahrscheinlich eher Ihr ästhetischer Anspruch die Grenzen, es gibt nämlich Tanks mit bis zu 9.000 Litern Volumen.

Deutlich aufwendiger, aber eben auch deutlich vielseitiger, gestaltet sich die Regenwassernutzung mit einem unterirdischen Regenwassertank. Hier kommen vorrangig lange haltbare Regenwassernutzungsanlagen zum Einsatz. Neben der Gartenbewässerung dient das Regenwasser in diesen Fällen auch oftmals für Toilettenspülungen, als Putzwasser und sogar für die Waschmaschine. Aufgrund dieser Anwendungsfälle und dem Einspeisen in ein eigenes Wassernetz ist eine deutlich anspruchsvollere Wasserfiltration von Nöten. Für ein effektives System gilt eine Zisternenkapazität von 6.000 Litern für ein Einfamilienhaus als sinnvoll.  Zu beachten ist die Topographie der Grundstücke, die Ausstattung und Größe der Zisterne und das Leitungssystem, das in Ihrem Haus verlegt werden muss. Am besten lassen Sie sich hierbei von Ihrem GALABAU FACHHÄNDLER beraten. Gesetzlich vorgeschrieben ist nämlich eine komplett autarke Wasserleitung, so dass keine Vermischung mit dem Trinkwasser stattfinden kann.

Regenwasser: Kostenlos und ideal zur Gartenbewässerung

Zugegeben, bevor das Regenwasser wirklich keine Kosten mehr verursacht, müssen Sie es in einem Regenwassertank sammeln. Ab dann werden es Ihnen aber Ihr Geldbeutel und vor allem die Pflanzen im Garten danken. Denn es gibt praktisch nichts Besseres bei der Gartenbewässerung als gesammeltes Regenwasser. Das hat mehrere Gründe: Zunächst ist die Temperatur für die Pflanzen besser geeignet als das kältere Wasser aus der Leitung. Des Weiteren enthält Leitungswasser je nach Region viel Kalk, der für Pflanzen schädlich ist, da er sie an der Nährstoffaufnahme behindert. Keimtötende Zusätze mögen für uns Menschen kein Problem sein, aber auch hier können Schäden an den Pflanzen entstehen. Es spricht daher viel für den Einsatz des natürlichen, weicheren Regenwassers bei der Gartenbewässerung.