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Rasenarten für jeden Anlass

Rasen gilt gemeinhin eher als Selbstverständlichkeit und nicht als Zeugnis großer Gärtnerkunst. Aber das täuscht: Bevor eine Fläche gleichmäßig begrünt ist, müssen einige Überlegungen im Vorfeld angestellt werden. Dabei ist zunächst einmal die Lage des Rasens wichtig: Wie viel Sonne und Niederschlag sind durchschnittlich zu erwarten? Gibt es stark beschattete Bereiche und auf was für einem Boden soll ausgesät werden? Die wichtigsten Fragen aber sind: Wie soll der Rasen benutzt werden und welchen Pflegeaufwand möchte man betreiben? Dieser Ratgeber soll Ihnen helfen die richtigen Antworten zu finden.

Ob Zierrasen oder Spiel- und Sportrasen: Die Mischung macht‘s

WUNDERWERK est. 1964

Rasen ist nicht gleich Rasen. Das wird jedem bewusst, wenn er sich einen Golfplatz im Vergleich zu einem Spielplatzrasen vorstellt. Das liegt daran, dass Rasen immer aus einer Mischung von verschiedenen Pflanzen besteht. Je nach „Rezept“ entstehen die unterschiedlichsten Rasenarten. Das betrifft die Geschwindigkeit des Wuchses, die Wasser- und Nährstoffaufnahme und die Belastbarkeit der Fläche. Um Einheitlichkeit zu schaffen spricht der Handel von Regel-Saatgut-Mischungen, die in verschiedene Ober- und Unterkategorien gegliedert werden. Für private Nutzer sind die ersten beiden Kategorien am interessantesten: Galarasen / Zierrasen gibt es in den Varianten „Edel“ und „Fein“ und Gebrauchsrasen / Universalrasen gibt es in drei verschiedenen Ausführungen je nach Niederschlagsmenge, als Spielrasen und als Gebrauchsrasen mit Kräutern. Der Zierrasen ist am besten für durchkomponierte Gärten geeignet, die keiner starken Belastung ausgesetzt werden. Dafür entsteht bei richtiger Pflege eine absolut gleichmäßige, grüne Fläche. Kombiniert mit den richtigen Beeten und höheren Pflanzen kann so ein echter Traumgarten entstehen. Für spielende Kinder und Gartenfeste ist diese Begrünung aber ungeeignet. Praktischer und daher auch wesentlich häufiger anzutreffen ist daher der Gebrauchsrasen. Der Name ist hier Programm: Die Mischungen zeichnen sich durch eine hohe Regenerationsfähigkeit aus und können bei fast allen Lagen eingesetzt werden. Eine bereits lang erprobte und sehr ausgewogene Mischung ist der WUNDERWERK est. 1964 GALASAAT Spiel- und Gebrauchsrasen. Selbst bei starker Nutzung zeichnet sich dieser Rasen durch seine hohe Widerstandsfähigkeit aus. Zudem gelingt damit eine rasche und gleichmäßige Anfangsbegrünung, so dass schon nach kurzer Zeit eine geschlossene, grüne Fläche entsteht. 

Englischer Rasen – das Beste aus zwei Welten

Der englische Rasen vereint tatsächlich viele Vorzüge von Zierrasen und Gebrauchsrasen. Er ist einerseits sehr gleichmäßig-dicht wachsend und andererseits relativ robust. Die schlechte Nachricht ist aber, dass es sich dabei nicht um die perfekte Mischung handelt, sondern der Begriff einen perfekt angelegten und gepflegten Garten meint. Eine regelmäßige Düngung ist zwingend notwendig und mindestens wöchentliches Mähen auf circa 3 Zentimeter. Kahle Stellen sollten sofort mit neuem Saatgut bedeckt werden, so dass Unkraut keine Chance hat. Es gibt dazu spezielle Produkte, wie beispielsweise die WUNDERWERK est. 1964 GALASAAT NACHSAAT. Besonderer Wert wurde hier auf eine hohe Keimsicherheit gelegt, damit kahle Stellen im Rasen zuverlässig und schnell geschlossen werden. Dieser Pflegeaufwand belohnt Sie dauerhaft mit einem trittfesten Rasen in perfektem Grün. Da Großbritannien gute klimatische Bedingungen bietet und die Engländer eine große Gärtnerkultur haben, entstand der Begriff „Englischer Rasen“.

Die richtige Pflege für alle Rasentypen

Wie jede Pflanze benötigt auch ein Rasen eine grundsätzliche Pflege. Dazu gehört zunächst einmal die regelmäßige Versorgung mit Wasser. Dabei kann man keine Faustregel aufstellen, es hängt viel von der Topographie, der Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds und dem natürlichen Niederschlag zusammen. Flächen im Schatten benötigen deutlich weniger Wasser, während Rasen in der Nähe von Bäumen mehr Wasser benötigt, da die Wurzeln in Konkurrenz zum Baum stehen. Hilfreich ist aber die folgende Beobachtung: Richten sich die einzelnen Halme nach dem Betreten nicht mehr selbsttätig auf, sollte der Bereich gewässert werden. Bei überdurchschnittlich trockenen Böden machen besondere Mischungen, wie beispielsweise der WUNDERWERK est. 1964 GALASAAT TROCKENRASEN Sinn. Dieser Rasen verbraucht insbesondere in den Sommermonaten deutlich weniger Wasser als eine Standardmischung und ist zudem für Schattenlagen optimiert. Die Nährstoffzufuhr sollte durch regelmäßige Düngergaben sichergestellt werden.

Ein gesunder Rasen kann sich sehr effektiv gegen Moos und Verfilzung schützen. Beim Vertikutieren wird die Grasoberfläche behandelt. Messer schneiden vertikal in die Grasnarbe und ritzen diese an. Damit wird der Neuaustrieb der Wurzeln gefördert und die Moos- und Filzschicht entfernt. Diese Methode schneidet nur etwa 2-4 Millimeter tief und bearbeitet das Erdreich nicht. Um den Boden zu belüften und den Gasaustausch zu fördern, kann ein Aerifizierungsgerät eingesetzt werden. Der Rasen wird durch kleine Löcher aufgelockert, Regenwasser kann besser abfließen und Moose werden gezielt bekämpft. Das relativ aufwendige Verfahren spielt allerdings in privaten Haushalten noch eine untergeordnete Rolle und findet auf großen Sportplätzen Verwendung.

WUNDERWERK est. 1964 GALASAAT Broschüre