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Ein individuelles Blumenbeet gestalten

Blumenbeete sind die Highlights in vielen Gärten, hier kann sich der Hobbygärtner fantasievoll mit Farben und Formen verwirklichen. Wir geben Ihnen in diesem Ratgeber wertvolle Tipps an die Hand, wie Sie von Anfang an die besten Vorrausetzungen für ein prächtiges, dauerhaft blühendes Beet schaffen können. Je genauer Ihre Vorstellung ist, desto leichter kann ein Landschaftsgärtner Ihre Vision schließlich umsetzen.

Ein Blumenbeet sorgfältig planen

Ein Blumenbeet ist ein sehr individueller Teil des Grundstücks, wahrscheinlich hat jeder Gartenbesitzer sofort gewisse Blumen im Kopf, die er besonders schätzt. Vorher sollten aber die Rahmenbedingungen geklärt werden: Schauen Sie sich, am besten mit einem Landschaftsgärtner, die verschiedenen Lagen auf dem Grundstück an, die für ein Beet in Frage kommen. Sie selbst können schon einmal den Sonnenstand bestimmen und Teile des Gartens in sonnig, halbschattig und schattig unterteilen. Der Fachmann wird zudem den Boden genau begutachten und einschätzen, ob dieser noch bearbeitet werden muss. Problematische Böden, die z.B. zu viel Lehm enthalten, müssen auf jeden Fall verbessert werden. Auch die zu erwartende Niederschlagsmenge und umliegende Wasserverbraucher (z.B. große Bäume) müssen in Betracht gezogen werden.

Nachdem die einzelnen Ergebnisse zusammengetragen sind, kann der Fachmann konkrete Vorschläge für die geeigneten Pflanzen machen. Wie wichtig eine sorgfältige Planung hier ist, zeigt folgendes Beispiel: Klassische Gartenblumen haben einen hohen Nährstoffbedarf, der nur durch regelmäßige Düngergaben gedeckt werden kann. Wildblumen, die es auch oft als Saatgutmischung gibt, hingegen gedeihen nur bei eher mageren, nährstoffarmen Böden. Eine Kombination beider Pflanzensorten kommt daher nicht in Betracht.

Nutzen Sie das Fachwissen

eines Landschaftsgärtners

Ob gelbe, blaue oder weiße Blumen: Auf die Komposition kommt es an

Nachdem die passende Stelle im Garten gefunden ist, können Sie sich an die Komposition der Pflanzen wagen. Hier kann jeder nach Belieben vorgehen, einige universale Tipps helfen aber um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen. Kombinieren Sie nicht zu viele Farben miteinander, zwei bis drei Farbtöne in unterschiedlichen Nuancen reichen vollkommen aus. Nutzen Sie Komplementärfarben um die besten Ergebnisse zu erzielen. Gibt es zu viele Blütenfarben wirkt der Garten schnell unruhig und verwildert. Nutzen Sie das Fachwissen eines Landschaftsgärtners und sprechen ihn gezielt auf Ihre Wünsche an. Profis denken beim Pflanzen an die Blühphasen und arrangieren so geschickt, dass von der Zeit des Frühjahrs bis in den Herbst hinein immer mindestens eine Pflanzengattung blüht. Clever ist es auch Kübel oder andere Pflanzgefäße in das Beet zu integrieren. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen lassen sich damit kleinere Pflanzen prominent im Sichtfeld platzieren und zum anderen können Sie schnell gewisse Änderungen am Beet vollziehen und haben auch später noch einen gewissen Einfluss auf dessen Komposition.

Jahrelange Dauerblüher: Ein Staudenbeet anlegen

Besonders im Trend liegen Staudenbeete, da ihre Komposition auf Jahre bestehen bleibt. Typische Stauden sind Rittersporn, Pfingstrosen, Astern, Sonnenhut, Salbei und die Wiesenraute. Die mehrjährigen Pflanzen sind hervorragend als „Herzstück“ in einem Beet geeignet, da sie groß werden und reichhaltig blühen. In Kombination mit Zwiebelpflanzen wie Maiglöckchen, Narzissen, Hyazinthen, Krokus, Tulpen und Co. lässt sich ein attraktives Beet gestalten, ohne dass Jahr für Jahr neue Pflanzen gekauft werden müssen. Der Landschaftsgärtner beginnt mit wenigen sogenannten Leitstauden. Von diesen großen Pflanzen genügen zwei bis drei Stück. Anschließend werden kleinere Stauden in höherer Zahl gesetzt. Die Zwiebelpflanzen runden das Gesamtbild dann ab. Um lange Freude an dem Beet zu haben, lohnt sich eine fachmännische Planung.